Hochsensibilität – ein hochsensibles Thema

Mit Hochsensibilität geht Emotionalität einher und die Angst davor. Angst vor Emotionen, Angst vor Gefühlen. Überfordert sein mit den eigenen Gefühlen, die den Kopf neblig machen und und den Körper handlungsunfähig. Dies ist sicherlich für viele persönlich ein Thema, sowohl im privaten Bereich als auch im beruflichen Kontext.

Ich möchte mit meiner Praxis einen Raum bieten, in dem du lernst, wie du konstruktiv mit starken Gefühlen wie Wut, Angst, Unsicherheit, Neid, Eifersucht, Überforderung umgehst und damit Klarheit bekommst, was du brauchst, um dich wieder wohl zu fühlen.

Jeder Mensch ist sensibel, jeder Mensch ist emotional. Emotionen machen uns zu Menschen. Emotionen machen unser Leben lebendig und erlebbar. Das unterscheidet uns von einem Objekt, das kein Gefühl hat.

Hochsensible Menschen (HSP) nehmen Reize quantitativ und qualitativ noch intensiver wahr, verarbeiten Erlebtes gründlicher und brauchen durch diese intensive Reizverarbeitung regelmäßig Rückzugsräume.

Hast du schon einen Rückzugsraum?

Egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist, beide Geschlechter sind gleichermaßen betroffen. Bei Hochsensibilität handelt es sich um keine Krankheit oder Mangel, sondern um ein Persönlichkeitsmerkmal. Nun geht es darum, die vermeintliche Schwäche in Stärke umzuwandeln!

Ich bin selber sehr sensibel und habe mich lange Zeit erfolgreich versteckt, mich zurückgehalten und angepasst aus Angst vor  Ablehnung und Abwertung. Ich war leise und unsichtbar. Ich fühlte mich lange Zeit sicherer in meiner Höhle als draussen in der harten und lauten Welt. Ich hatte große Ängste und sah keinen Weg für mich und fand meinen Platz auch nicht. Mir fehlte die Kraft für mich einzustehen und für mich zu kämpfen. Ich war verunsichert. Doch irgendwann wurde es mir in meiner Höhle zu langweilig und in mir entwickelte sich eine Unzufriedenheit, die immer größer zu werden schien.

Die Unzufriedenheit ist ein Wegweiser!

Als ich die Unzufriedenheit irgendwann nicht mehr ignorieren konnte, traf ich eine Entscheidung. Ich wollte etwas verändern. Ich fing an, an mir zu arbeiten. An meinen Überzeugungen und Glaubenssätzen. An meiner Haltung zu mir selbst und die Art und Weise, wie ich die Menschen und die Welt betrachtete. Ich kam zu der Erkenntnis, dass ich genauso wertvoll bin mit meiner verletzlichen sensiblen Seite wie die anderen, scheinbar weniger emotionalen Menschen, die aus meiner Sicht leichter durchs Leben gehen. Ich erkannte meinen eigenen Wert und hörte auf, mich ständig zu vergleichen. Ich lernte meinen inneren Kritiker kennen und mein Sabotageprogramm und veränderte es. Ab da, lernte ich auch andere „emotionale und (hoch-)sensible“ Menschen kennen, die sich auf demselben Weg befanden und so fühlte ich mich nicht mehr allein, sondern zugehörig und spürte Untersützung. Ich bekam Bestätigung für mein Tun und Anerkennung für meinen Mut und meine Kraft und erkannte mich in meiner Individualität und Einzigartigkeit. Diese Einzigartigkeit trägt jeder in sich und sie strebt nach Verwirklichung. Das möchte sichtbar werden und so kann jeder mit seiner Persönlichkeit den Unterschied machen.

Wo willst du den Unterschied machen?

Sicherlich hast du schon festgestellt, dass das Leben zwischen Beruf, Familie und privaten Verpflichtungen immer schneller, komplexer und reizintensiver wird. Immer öfter stoßen wir an unsere Grenzen. Es ist ein Herausforderung für einen Ausgleich zu sorgen, damit Stress nicht überhand nimmt.
Was tust du für deine innere Balance?
Gehst du regelmäßig in die Natur um Kraft zu tanken und den Kopf frei zu bekommen?
Machst du regelmäßig Sport, um deinen Körper fit zu halten?
Machst du Yoga oder meditierst du, um deinen wilden Geist zu beruhigen, zu zähmen?
Schläfst du ausreichend? Wachst du erholt auf?
Ernährst du dich gesund und vital, um beweglich und leicht zu bleiben?

Wie geht es dir an deinem Arbeitsplatz?
Meetings, Schichtdienst, Großraumbüros, Anwesenheitspflicht, wenig Pausen: all das sind Faktoren, die bei hochsensiblen Menschen sehr schnell Stress und Überforderung auslösen können.

Hier kannst du eine Arbeitsplatzanalyse durchführen. Es bringt dir Klarheit, was verbessert werden kann bzw. was verändert werden will.

Der erste Schritt: Erkenntnis – Hochsensibilität als Stärke nutzen

Diese Erkenntnis ist der erste Schritt, um dein Potential als Stärke nutzen zu können. Nur dann, wenn du gut auf dich und deine Grundbedürfnisse achtest, kannst du dein Potential entfalten und dieses in deine Beziehungen sowohl im Berufs- als auch im Privatleben, in dein Leben, in deinen Alltag, in die Wirtschaft und Gesellschaft einbringen.
Zu deinen stärksten Stärken zählen: Empathie, Intuition, soziales Verständnis, Kreativität, Gewissenhaftigkeit, vernetztes Denken und Lösungskompetenz.

Du spürst bereits, wenn du einen Raum betrittst, wie die Stimmung ist und können wahrnehmen, wie es einzelnen Personen geht?

Durch die vielen intensiven Reize, die du tagtäglich verarbeitest, bist du es gewohnt Informationen schnell zu verarbeiten und miteinander zu vernetzen.

Weitere Eigenschaften, die bei hochsensiblen Menschen häufig auftreten:

  • ausgeprägte subtile Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge)
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • detailreiche Wahrnehmung
  • hohe Begeisterungsfähigkeit, sehr vielseitige Interessen
  • hohe Eigenverantwortung und Wunsch nach Unabhängigkeit
  • sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
  • psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt)
  • stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen
  • ausgeprägtes intuitives Denken, häufig verbunden mit der Fähigkeit zu lateralem und multiperspektivischem Denken
  • gleichzeitige Wahrnehmung vieler Details einer Situation bei hoher Verarbeitungs- und Verknüpfungstiefe kann u.U. neue Wahrnehmungsbereiche und ungewöhnliche Zusammenhänge oder Sichtweisen erschließen
  • langer emotionaler „Nachklang“ des Erlebten
  • Denken in größeren Zusammenhängen
  • ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, starke Werteorientierung
  • Harmoniebedürfnis, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewusstsein
  • Intensives Erleben von Kunst und Musik
  • Neigung zu Selbstkritik und Perfektionismus
  • meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit

Als HSP brauchst du kraftvolle Strategien im Umgang mit weniger sensiblen Menschen was Verhalten und Kommunikation angeht und gleichzeitig ist es wichtig, an deiner inneren Stärke und deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten.

Hier lernst du:

  • empathisch Nein zu sagen und Ihre Grenze zu wahren
  • einen achtsamen Umgang mit sich selbst und Ihren Ressourcen
  • sich selbst besser wahrzunehmen
  • sich einen Rückzugsraum zu schaffen

Gerne unterstütze ich dich dabei!

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